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Jakow Kazyansky

Jakow Kazyansky wurde am 30. August 1948 in Kuibyschew (Samara) geboren, 1949 zog die Familie nach Jaroslawl. Dort schloss er die Mittel- und Musikschule  sowie die Sobinow-Musikfachschule mit dem Schwerpunkt Musiktheorie ab. 1972 beendete er sein Studium an der musikpädagogischen Gnesin-Hochschule in Moskau erfolgreich mit dem Schwerpunkt Musikwissenschaft.

Von 1972 bis 1985 arbeitete Jakow Kazyansky als Dozent für musik-theoretische Fächer in der Sobinow-Musikfachschule. Seit 1985 arbeitet er als musikalischer Leiter am Jaroslawler „Theater der jungen Zuschauer“. Seitdem komponierte er die Musik zu über 20 Theaterstücken, u.a. Hobbit (1991), Abend der Russischen Vaudevilles  (1993), Ich zähle bis fünf (1988), Werkstatt von der Dummheit (1991), Dschungel (1996), Chippolino (2005), Wolfsvorstellung (2006). Die Aufführungen mit  Jakow Kazyansky’s Musik wurden in Tambow, Rybinsk, Nizhnij Novgorod, Wologda und anderen Städten inszeniert.

Jakow Kazyansky gründete am „Theater der jungen Zuschauer“ ein Instrumentalensemble, das viele Theaterspiele begleitet.

1987 begann er mit der Musikredaktion der Rockoper von A.L.Webber Jesus Christ Superstar. Die Uraufführung fand am 25.Dezember 1989 in Rybinsk statt. Im April 1990 wurde die Rockoper auf der Bühne des Jaroslawler „Theaters der jungen Zuschauer“ inszeniert, wo sie fünf Jahre lang sehr erfolgreich aufgeführt wurde. Diese Inszenierung bekam viele positive Rezensionen russischer Kritiker.

1994 komponierte Jakow Kazyansky die Oper Das Katzenhaus als Einakter nach dem Märchen von S.Marschak. Die Oper wurde im Jaroslawler „Theater der jungen Zuschauer“ im Oktober 1994 inszeniert. Das Katzenhaus nahm am Festival Melodien der Märchen in Moskau teil; außerdem wurde es als Gastspiel in St.Petersburg aufgeführt. In der Oper kommen  jüdische Motive sehr stark zum Ausdruck.

1994 erhielt Jakow Kazyansky den Stadtpreis Fjodor Wolkow für Musik für das Schauspiel Abend der Russischen Vaudevilles, und 1995 den Stadtpreis Leonid Sobinow für seine Oper Das Katzenhaus. Am 3.Juni 1994 bekam er den Ehrentitel Verdienter Künstler auf Anordnung des Präsidenten der Russischen Föderation.

Seit 2000 arbeitet Jakow Kazyansky auch als musikalischer Leiter am Jaroslawler Puppentheater, wo er die Musik zu den Stücken Irgendwo im Wilden Westen (2001), Lustige Bärchen (2003), Der Zauberer von Oz (2005), Aschenputtel (2006) komponierte.

2001 schrieb  Jakow Kazyansky die Musik zum Schauspiel Fermosa (nach der Spanischen Ballade von Lion Feuchtwanger), die im Jaroslawler „Akademisch- Dramatischen Theater Fjodor Wolkow“ inszeniert wurde. Er ist auch der Autor der Musik für den TV-Film Silvesterabenteuer (Ren-TV, 2001) und die Fernsehserie Die Gattung (TWS, 2002).

Er machte viele Arrangements von Jazzkompositionen und jüdischen Liedern für das  Gesangsduo seiner Töchter Anja und Katja und auch für andere Musikgruppen, u.a., für den Moskauer  jüdischen Männerchor Chassidische Capella.  

Als Jazzpianist nahm Jakow Kazyansky  sehr erfolgreich an vielen Jazzfestivals teil; er tritt heute regelmäßig zusammen mit unterschiedlichsten Jazzmusikern auf.

 
     
   
© Katia Kazyanskaya, 2006
             
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